MICHAEL Lutz

Dem Knabenchor entwachsen, orientierte sich Michael in seiner Adoleszenz an der Popmusik, mit dem festen Vorhaben, als Bandschlag-zeuger Weltruhm zu erlangen, was ihm in den verschiedensten Formatio-nen auch beinahe gelang. In seiner  Rückbesinnung auf die kleinen Freuden des Lebens wirkte er aber ambitioniert als Hochzeits-coverbandschlagzeuger, immer das kostenlose Essen und die ergreifenden Momente am wichtigsten Tag im Leben zweier Menschen im Fokus. Seit seiner vierten Vaterschaft hat er seine große Leidenschaft allerdings an den Nagel gehängt. Statt-dessen trommelt und singt der studierte Pädagoge nun bei den Rimmerdingern und lebt seine Experimentier-freude an den wildesten Instrumenten aus. Mit sei-nem zweitem Standbein hat sich der Schwabe, der im Herzen eigentlich lieber Bayer geworden wäre und seine alten Poltkassetten wie seinen Augapfel hütet, über die Jahre als gut gebuchter Tontechniker etabliert (u.a. „Cash´n Go“,„Greg is back“, „Gebrüder Well“, „Wellküren“).

MARTIN Seiler

Allzeit den schönen Dingen des Lebens zuge-wandt, saugte Martin, als Sohn einer Kirchenmusi-kerin, den Chorsatz bereits mit der Muttermilch ein. Nicht viel später musizier-te der Klassenprimus er-folgreich im katholischen Knabengymnasium, wo er erste A-cappella-Forma-tionen gründete. Mittler-weile hat sich die musika-lische „Rampensau“ über die Jahre ein wahres

„A-cappella-Imperium“ aufgebaut und sich als Arrangeur, Dozent, Chor-leiter („Greg is back“, Vize-meister beim Deutschen Chorwettbewerb 2014 und 2018) und Entertainer („Cash´n Go“) einen Namen gemacht. Mit den Jahren ist er der ausverkauften Hallen, der Begeisterungs-stürme und Lobeshymnen jedoch überdrüssig ge-worden. Frei nach dem Motto „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ lebt er, der sich insgeheim längst nach rohen, rustika-len Klängen sehnte, nun ein musikalisches Doppel-leben in instrumentaler Begleitung. 

KATHARINA Weber

Durch ein im elterlichen Haushalt herumliegendes Hackbrett schon früh mit der Volksmusik konfron-tiert, wurde sie im klösterlichen musischen Mädchengymnasium in erster Linie „katholisch gmacht“ und kultiviert. Dort entdeckte sie auch die Liebe zur klassischen Musik und übte sich fortan im Trompetenspiel, wel-ches sie in heimischen Blaskapellen sowie städtischen Blechbläser-ensembles intensivierte. Seit ihrer Jugend brachen aus Katharina immer wie-der verbale Gemeinhei-ten heraus, die schwer zu kontrollieren waren. Erst mit dem Youtubeerfolg ihrer Parodie „Schau doch ned so beys“ und den „Kinihasn“ (u.a. Bayern3 „Liebling der Woche“) hat Katharina, im bürgerli-chen Leben Realschul-lehrerin, einen Weg gefunden, besagte dialektale Entgleisungen zu kanalisieren und infol-gedessen mit den beiden Männern eine Art Selbst-hilfegruppe gegründet.